Fotodoku: Talca danach...
Hier möchten wir nicht nur die Zerstörung zeigen, sondern vor allem auch den Wiederaufbau dokumentieren.
Mit Klick auf die Bilder erscheinen diese in der Detailansicht.
29. März 2010 - 1 Monat danach
Momentan wird von Tag zu Tag deutlicher sichtbar, wie viele Häuser tatsächlich komplett zerstört sind. Nahezu überall werden Häuser abgetragen, entstehen zum Teil große Freiflächen, die Schuttberge auf Gehwegen und Straßen werden immer größer. Inzwischen fällt es teilweise schwer, sich zu orientieren, so stark verändert sich das Straßenbild. Speziell in der Innenstadt sind viele Straßen wegen Räumarbeiten gesperrt. An den beschädigten öffentlichen Gebäuden sind bis dato kaum bis keinerlei Reparatur- und Abrissarbeiten zu bemerken.
Viele Menschen schlafen auch einen Monat nach dem großen Beben immer noch in Zelten, weil sie noch keine neue Unterkunft haben oder teilweise aber auch aus purer Angst. Die nächtliche Ausgangssperre ist derweil wieder aufgehoben. Seit einer Woche gehen die Kinder wieder zur Schule, allerdings mit deutlich eingeschränktem Lehrplan, da viele Schulen auf Grund der Beschädigung der Gebäude geschlossen bleiben müssen. In den noch funktionieren Schulen wird deshalb im Dreierturnus unterrichtet. Die Universitäten öffnen wieder am 05. April ihre Pforten. In den Supermärkten gibt es alles Notwendige zu erwerben, auch wenn die Regale zum Teil nicht so prall gefüllt sind wie sonst.
08. März 2010 - 9 Tage danach
Die Lage in der Innenstadt ist bereits deutlich entspannter, die Straßen sind wieder voll von Menschen und Verkehr. Die ehemalige Haupteinkaufsstraße der Stadt, die 1. Sur, kann man als Fußgänger inzwischen wieder passieren, die Polzei ist weiterhin präsent, aber in deutlich geringerer Anzahl. Einige Häuser sind bereits abgetragen, viele, erschreckend viele sind inwzischen mit einem roten Kreuz, der Markierung zum Abriss, versehen. Bei der Polizei hängt die Flagge auf Halbmast - drei Tage Staatsdrauer sind angeordnet. An der Schule und dem regionalen Krankenhaus sind keinerlei Veränderungen zu sehen. Die bereits am zweiten Tag nach dem Erdbeben begonnene Lehmmauer ist nun fast fertig gestellt. Bei privaten Häusern mit starken Schäden sieht man hie und da Aufräumarbeiten, überall begegnen einem auf den Straßen nun Fahrzeuge voll bepackt mit Baumaterial.
01. März 2010 - 2 Tage danach
Das Abbild der Innenstadt ist erschreckend, nahezu überall wo man hinsieht, stark bis komplett zerstörte Häuser - private wie öffentliche Gebäude sind betroffen, überall große Schuttberge, ein Bild der Verwüstung, viele Straßen sind gesperrt. Die Haupteinkaufsstraße ist nicht wieder zu erkennen, kaum ein Gebäude ist ohne größeren Schaden davon gekommen. Die Straßen sind relativ leer, kaum Verkehr, die meisten sind mit Fahrrad oder zu Fuß unterwegs, viele haben Wasserkanister an bei. Die Polizei ist stark präsent, Ladeninhaber räumen ihre Ware aus den zerstörten Geschäften.
Am Ende unserer Stadttour begegnet uns bereits ein erstes Zeichen des Wiederaufbaus - ein Bautrub ist bereits mit der Wiedererrichtung einer großen Lehmmauer beschäftigt.